Ministranten zurück aus Rom!

Roma 2010 CIM – Aus der Wahren Quelle trinken

Ministrantenwallfahrt der Messdiener des Pastoralen Raumes Nord-Ost

Gruppenfoto der 1000 Limburger Minis

Der Hofgartenplatz in Sonnenberg wurde am Vormittag des 1. August 2010 zum Treffpunkt einer bunten Truppe – 32 Messdiener zwischen 14 und 20 Jahren aus dem Pastoralen Raum Wiesbaden Nord-Ost, dazu 9 Betreuer, machten sich zu der Ministrantenwallfahrt 2010 mit dem Motto „Aus der Wahren Quelle trinken“ nach Rom auf. Nach einer kurzen Etappe im Bus gesellten wir uns zur eigentlichen  Reisegruppe – nicht weniger  als 1000 Ministranten aus dem Bistum Limburg trafen sich in Frankfurt-Höchst, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen. In der Kirche St. Josef wurde mit unserem Herrn Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst der Aussendungsgottesdienst gefeiert, bis dann um 17 Uhr der Sonderzug (15 Waggons, 500 Meter lang) mit den Jugendlichen an Bord den Bahnhof verließ. Ziel: Bahnhof Ostiense, Rom, Italien.

Nach 17 Stunden Fahrt fuhr der Zug endlich um 11 Uhr im Zielbahnhof ein. Unsere Truppe wurde mit 280 weiteren Wallfahrern per Bus in das Hotel „Residence Candia“ gebracht, 5 Gehminuten vom Petersdom entfernt. Nach einer kurzen Erholungspause wurde dann der nächste Gottesdienst mit dem Bischof in der Kirche Sant‘Ignazio gefeiert. Und auch danach blieb man in großer Gemeinschaft – mit dem ganzen Hotel, 320 Jugendlichen, aß man im Restaurant zu Abend.

Mit einem Morgengebet in der Kirche Santa Maria degli Angeli begann der Dienstag, gefolgt von einem Mittagessen mit allen 1000 Teilnehmern des Bistums. Doch die Gemeinschaft wuchs weiter – mit schließlich über 52.000 Messdienern aus 17 Ländern Europas – 45.000 davon aus Deutschland ‑ feierte man auf dem Petersplatz gemeinsam das Zusammenkommen. Jeder Teilnehmer der Wallfahrt trug dabei ein Halstuch, je nach Heimatland in einer anderen Farbe. Teilnehmer des Bistums Limburg trugen ein Vanille-farbenes Halstuch als Zeichen des Landes Deutschland sowie eine dunkelblaue Kappe, die das Bistum Limburg gestellt hat und einander erkennen ließ.

Neben Singen und Sprechchören („Bistum Limburg!“, „Deutschland!“, „Benedetto!“) wurde dabei eine 5 Meter hohe Statue des Heiligen Tarsitius vorgestellt, begleitet von einem Interview mit dem Künstler. Abgeschlossen wurde das Ganze mit einem Abendgebet.

Gesteigert wurde dies am nächsten Morgen mit der Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI. Nachdem er kurz mit dem Helikopter den Petersplatz überflog, fuhr er mit dem Papamobil durch die Reihen und konnte die „Benedetto“-Rufe genießen. Anschließend grüßte er jedes Teilnehmerland in der jeweiligen Landessprache, der Großteil des Programms wurde jedoch in Deutschland gehalten, hielt eine längere Ansprache und segnete die Tarsitius-Statue. Nachdem der Heilige Vater den Segen gesprochen hatte, machten wir uns zum Sightseeing in die Innenstadt Roms auf und genossen unter Erklärungen von Pater Matthias die Sehenswürdigkeiten der Ewigen Stadt.

Als ähnlich ereignisreich stellte sich auch der Donnerstag heraus. Das gesamte Bistum besichtigte die Kallixtus‑Katakomben, auf deren Gelände auch die Tarsitius-Statue ihr Zuhause findet. Wartezeiten überbrückte man entspannt mit Gruppenspielen und Picknick in großer Gemeinschaft. Der Besichtigung folgte ein Gottesdienst, wieder mit unserem Herrn Bischof, in der Kirche Santuario Divino Amore. Er blieb uns vor Allem wegen der bombastischen Stimmung in guter Erinnerung. Abends aßen wir zur Abwechslung im kleineren Kreise und mit Menükarte in einem kleinen Restaurant, um anschließend – mit einem gesponserten Eis in der Hand – den Treffpunkt der Jugend der Stadt, die Spanische Treppe aufzusuchen. Auch dort trafen wir überwiegend deutsche Teilnehmer der Ministrantenwallfahrt in ausgelassener Stimmung. Zufällig befand sich auch unser Herr Bischof dort, der mit uns an den Sprechchören und La-Ola-Wellen teilnahm.

Der Freitag wurde wieder hauptsächlich mit Stadtbesichtigung verbracht. Ziel war diesmal vor allem der älteste Teil der Stadt mit dem Kolosseum und dem Forum Romanum,  außerdem genossen wir von der Plattform des Nationaldenkmals die Aussicht über die Stadt. Letzter Programmpunkt der Tour war der Petersdom – auch die lange Schlange konnte uns nicht davon abhalten, die größte Kirche der Welt zu besichtigen. Am Spätabend machten wir uns auf zum Sheraton-Hotel, wo der „Limburger Abend“ gefeiert wurde. Mit 1000 Leuten in einem Raum und gutem Essen feierten wir unseren letzten Abend in Rom, stets begleitet von der Band, die uns schon in den Gottesdiensten mit Musik versorgt hat. Programmpunkte waren unter anderem ein Quiz über die Fahrt und eine Präsentation der Fotos, die unser Fotograf, Manuel Campbell, gemacht hat.

Am Abreisetag fuhren wir, nachdem wir unsere Zimmer geräumt und uns mit insgesamt 7 großen Blechen Pizza gestärkt hatten, zur Kirche San Paulo fuori le le Mura. Dort feierten wir unseren Abschiedsgottesdienst, während neun unserer Jugendlichen als Ministranten dienten. Anschließend fuhren wir  mit dem Bus zurück zum Bahnhof, um mit dem Sonderzug die Heimreise anzutreten. 18 Stunden später fuhren wir in den Zielbahnhof ein, kurze Zeit darauf mit dem Bus auf den Hofgartenplatz. Wir bringen nicht nur einige Souvenirs und Postkarten mit nach Hause – neben vielen, vielen Fotos haben wir vor Allem neue Freunde und neue Erfahrungen gemacht. Einige haben andere auf ihren Halstüchern unterschreiben lassen, andere haben ihre gegen Halstücher anderer Länder getauscht.

Acht Tage, die uns allen lange in guter Erinnerung bleiben werden. Unser Dank gilt daher allen, die das möglich gemacht haben und uns unterstützt haben.

Gruppenfoto Pastoraler Raum Wiesbaden-Nordost

(Marcel Kamlot)

Die  Fotos findet ihr hier

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